Home
Die BAP

Drei Jahrzehnte Fremdsprachenschule

Festakt auf Oberhaus – Stolz auf die Pioniereinrichtung

Von Elena Weidmüller

So groß haben noch nicht viele ihren 31. Geburtstag gefeiert, doch der Fremdsprachenschule ist 2020 natürlich die Corona-Krise dazwischengekommen. Deshalb ging es heuer rund zum Jubiläum, zahlreiche Gäste gaben sich die Ehre beim Fest auf „das Oberhaus“.

Schulleiterin Bernadette Hackauf stellte dabei in einer bilderreichen Rede zufrieden fest: „Die Fremdsprachenschule ist in den 31 Jahren stetig gewachsen, an innerer und äußerer Größe. Bauchspeck haben wir uns noch nicht zugelegt, dazu wurden wir laufend zu sehr auf Trab gehalten.“

Angefangen wurde mit einer Klasse von 17 Schülern und sechs Teilzeitlehrern in der Nibelungenstraße. „Heute haben wir fünf Klassen und sind zweizügig, unterrichten im Alt- und Neubau des Josefsheims mit modernen Unterrichtsräumen, einer top Medienausstattung von Smartboards über Schüler-Notebooks“, brachte sie die Weiterentwicklung auf den Punkt. Entstanden ist ein Verbund aus vier Schulen mit 200 Schülern.

Einen ganz besonderen Respekt für die Aufbauarbeit zollte sie Elke Kleinschmidt, „der Gestalterin und Visionärin“. Dank sagte sie vielen Menschen, darunter ihrer Stellvertreterin „und wertvollen Ratgeberin Dr. Ana Barro.“ Sie erinnerte an das Gründerteam aus dem Jahr 1990: Elke Kleinschmidt als Leiterin, Sabine Hertel zunächst als Russisch-, später Englisch-Lehrerin, Charly Madsen, Susan Braunschmidt (schon verstorben) und Barbara Nuffer, letztere drei aus den USA für das Fach Englisch. Für viele Jahre war neben Englisch als Hauptsprache die zweite Sprache nur Französisch, für die sich bald Monique Septfonds Burgholzer als Lehrerin einfand.

Die Gäste begrüßte neben Hackauf auch die Geschäftsführerin der Fremdsprachenschule, Barbara Brauckmann, unter ihnen Regierungsschuldirektor, Roland Ilg, OB Jürgen Dupper und stellvertretender Landrat Hans Koller. Die Jubiläumsfeier begleiteten Christine Lindmeier und Patricia Vasquez (Trio Distinto) musikalisch.
Regierungsschuldirektor Ilg betitelte die inzwischen vier Fremdsprachenschulen als Exoten unter den beruflichen Schulen. Die Schule biete nicht nur sprachliche und fachliche Kompetenz für die Ausbildung, sondern durch die familiäre Bildungsatmosphäre den Schülern auch ein Zuhause. OB Jürgen Dupper schwelgte in Erinnerungen, wie ihm einst im damaligen „Café Duft“ die Idee für eine private Fremdsprachenschule vorgelegt wurde und bedankte sich im Namen der Stadt dafür, dass die Einrichtung so vielen Menschen einen guten Weg aufzeige. Wie stolz er sei, dass eine solche Pionier-Einrichtung ein Teil Passaus sei, betonte der stellvertretende Landrat Hans Koller. Er ging auch darauf ein, dass der Arbeitsmarkt immer internationaler werde und dementsprechende Bildungsangebote für die Sicherung der Lebensgrundlage von großer Wichtigkeit wären. „Hätte man die Fremdsprachenschule vor 31 Jahren nicht erfunden, müsste man es dringend tun“, betonte er.

Abgerundet wurde die Feier durch ein Theaterstück der Lehrer: „With or Without“. Das Stück handelte von einer Firma, die Bier vermarktet und durch einen fehlenden Fremdsprachenkorrespondenten viele Kunden verliert. Das Kollegium wollte vermitteln, dass es nicht mehr reicht, nur Grundkenntnisse in Englisch am Arbeitsplatz vorzuweisen.