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Die BAP

Josefsheim: Abriss hat begonnen

Trakt entlang der Ostuzzistr. weicht Neubau eines Lehrsaalgebäudes - 3,2 Millionen Euro Investition

Das Bistum Passau hat mit den umfangreichen Bauarbeiten am Josefsheim an der Neuburger Straße begonnen. Mit 3,2 Millionen Euro Gesamtkosten ist das Neubauprojekt veranschlagt, für das der alte Turnhallentrakt im rückwärtigen Bereich an der Ostuzzistraße fallen muss.
An dessen Stelle wird ein neues Lehrsaalgebäude entstehen. Hauptvertragspartner der Kirche ist als Mieter die Private Berufsakademie BAP mit ihren vier Berufsfachschulen. Einige Tage werden sich die Rückbauarbeiten des Turnhallentrakts vor allem im Inneren des Gebäudes abspielen, erst später geht es an die Außenmauern. Das wird nicht vor nächster Woche passieren. Eine Verbreiterung der Zufahrt dient dazu, die schweren Lkw und Baumaschinen auf das Grundstück zu schaffen. Den Nachbarn in der Ostuzzistraße hat das Bistum bei einer Informationsveranstaltung die zu erwartenden Beeinträchtigungen durch die Baumaßnahme erläutert. Dass am Josefsheim größere Baumaßnahmen nötig werden, wusste das Bistum bereits, als es Ende 2012 das Objekt von der Congregatio Jesu erwarb. Die Ordensgemeinschaft wollte das Josefsheim schon geraume Zeit verkaufen. Es hat eine lange Tradition als Bildungseinrichtung. Erbaut wurde es 1905 von der Pfarrei St. Paul, die es im Jahr darauf den Englischen Fräulein übertrug. Der Orden errichtete dort eine Handelsschule für katholische Mädchen, die im Josefsheim auch Unterkunft und Verpflegung erhielten. 1971 wurden die Schülerinnen von der Staatlichen Wirtschaftsschule übernommen, die damals im neuen Schulzentrum an der Neuburger Straße ihren Unterrichtsbetrieb aufnahm. Die Notwendigkeit des jetzigen Neubaus begründet Generalvikar Dr. Klaus Metzl mit dem wachsenden Bedarf der heute im Josefsheim tätigen Bildungseinrichtungen. Deren Unterricht müsse ein zeitgemäßer Standard geboten werden. Seit 1994 werden die Räumlichkeiten von der vhs im Rahmen eines langfristigen Mietvertrags für Bildungsarbeit genutzt. Stark expandiert hat die Berufsakademie BAP mit vier Berufsfachschulen für Fremdsprachenberufe, IT-Berufe, Altenpflege und Altenpflegehilfe. Die Klassenstärken sind in den letzten Jahren ebenso gewachsen wie der Fort-, Weiterbildungs- und Projektbereich der BAP. So werden dringend mehr Raumkapazitäten benötigt. Die BAP ist künftig Hauptvertragspartner eines langfristig angelegten Mietverhältnisses. Die vhs nutzt als Untermieter weiterhin Räumlichkeiten für ihre Zwecke. Im historischen Bestandsgebäude des Josefsheims haben sich Mieter, Nutzer und Eigentümer zusammengetan, um Instandhaltungsarbeiten und Schönheitsreparaturen zu erledigen. Der zum Abriss stehende Turnhallenbau stammt aus den 60-er Jahren. Den Neubau gestaltet das Passauer Architekturbüro Friedl und Partner. Der Staat fördert das Vorhaben. Um den Schulbetrieb so wenig wie möglich zu beeinträchtigen wurde mit den Abbrucharbeiten nun zum Ferienbeginn begonnen. Das neue Gebäude soll zum Beginn des übernächsten Schuljahrs im September 2016 bezugsfertig sein. Als Ersatz für die vorübergehend fehlenden Räumlichkeiten hat die BAP Ersatz im Komplex der Telekom an der Grünaustraße gemietet. Damit kann sie während der Bauzeit ihren Betrieb fast ungehindert fortsetzen. Fotos folgen