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Die BAP

Mehr Platz für den Unterricht im Josefsheim

Die Baugenehmigung liegt vor, die Nachbarn sind informiert, die Weichen für eine Förderung durch die Regierung von Niederbayern gestellt. Damit steht dem Bau des Lehrsaalgebäudes auf dem Areal des Josefsheims an der Neuburger Straße nichts mehr im Weg.
"Der Neubau ist notwendig, um dem wachsenden Bedarf der dortigen Bildungseinrichtungen zu entsprechen und einen zeitgemäßen Standard für den Unterricht zu bieten", erläutert Generalvikar Prälat Dr. Klaus Metzl. Bereits beim Erwerb des Objekts von der Ordensgemeinschaft Congregatio Jesu (Englische Fräulein) durch den Bischöflichen Stuhl Ende 2012 sei absehbar gewesen, dass eine Grundsanierung bzw. komplette Erneuerung des Turnhallenbaus aus den 60er Jahren notwendig sein wird. Die Räumlichkeiten werden seit 1994 vom Zweckverband der vhs Passau im Rahmen eines langfristigen Mietvertrags für Bildungsarbeit genutzt. Untergebracht sind dort neben den Einrichtungen der vhs vor allem die Private Berufsakademie Passau gGmbH (BAP) und in den Kellerräumen der Don Bosco Jugendtreff, ein öffentlich anerkannter Träger der freien Jugendhilfe, der dort seit der Eröffnung im März 1990 unterschiedlichen Gruppen von Jugendlichen ein Zuhause für ihre Freizeit geboten hat. Die BAP betreibt vier Berufsfachschulen – für Fremdsprachen-, IT-Berufe, Altenpflege und Altenpflegehilfe. "Sowohl die Klassenstärken der Schulen wie auch der Fort-, Weiterbildungs- und Projektbereich der BAP sind in den letzten Jahren stark expandiert und benötigen dringend mehr Raumkapazitäten", so der Finanzdirektor des Bistums Dr. Josef Sonnleitner. Nach intensiven Verhandlungen mit den Nutzern habe sich der Bischöfliche Stuhl Ende 2013 entschlossen, die baulichen Maßnahmen in Angriff zu nehmen. Die Gesamtkosten für das Neubauprojekt belaufen sich auf ca. 3,2 Millionen Euro. Die Regierung von Niederbayern wird das Bauprojekt unterstützen, ein entsprechender Zuwendungsbescheid wird in den kommenden Wochen erwartet. Die positive Prüfung ist insoweit abgeschlossen, als die Regierung die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn vor kurzem erteilt hat. Künftig wird die BAP als Hauptvertragspartner eines langfristig angelegten Mietverhältnisses agieren. Der Neubau, der unter der Leitung des Architekturbüros Friedl und Partner entsteht, wurde daher in enger Abstimmung mit der BAP und deren Geschäftsführerin Barbara Brauckmann detailliert geplant und abgestimmt. "Die vhs wird im Rahmen eines Untermietverhältnisses die Räumlichkeiten weiterhin für ihre Zwecke nutzen und ist ebenso in den gesamten Prozess eingebunden", so Sonnleitner. Aufgrund des durch den Schulbetrieb vorgegebenen engen Terminkorsetts beginne der Abriss des alten Turnhallentrakts pünktlich zu Schuljahresende im Sommer 2015. Das neue Gebäude soll zu Schuljahresbeginn im September 2016 bezugsfertig sein. Die BAP konnte für die vorübergehend wegfallenden Räumlichkeiten Flächen auf dem Areal der Telekom in der Grünaustraße anmieten und kann ihren Betrieb nahezu ungehindert fortführen. "Wir sind uns sicher, auch für den Jugendtreff Don Bosco in Zukunft geeignete Räumlichkeiten bereitstellen zu können", so Generalvikar Metzl. Momentan stünden bereits Ersatzräume für die Verwaltung in der Pfarrei St. Peter zur Verfügung. Seit letztem Sommer werden im historischen Bestandsgebäude Instandhaltungsarbeiten und Schönheitsreparaturen von Mieter, Nutzer und Eigentümer durchgeführt. Auch gilt es die aktualisierten Anforderungen des Brandschutzes zu berücksichtigen, damit der Baukomplex nach Abschluss der Maßnahmen allen Anforderungen moderner Bildungsarbeit gerecht wird. Am Mittwochabend wurden nach Angaben des Bistums die betroffenen Nachbarn in der Ostuzzistraße auf einer Infoveranstaltung über den Umfang und die Dauer der Maßnahme sowie mögliche Beeinträchtigungen während der Bauzeit informiert. Text: -red- Foto: Dominik Trippensee SMDB