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Die BAP

Was sich in der Pflege ändert

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Ab Januar 2017 wirkt das sogenannte Pflegestärkungsgesetz II (PSG II). Welche Änderungen auf Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zukommen und was man beachten muss, erklären Pflegeexperten der AOK.

Die bisherige Auslegung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs gilt seit Jahren als überholt, da sie einseitig auf körperliche Gebrechen eines pflegebedürftigen Menschen ausgerichtet ist. Hilfen für Menschen mit Demenz oder psychischen Erkrankungen waren ausgeklammert. "Das ändert sich jetzt. Menschen mit demenziellen Erkrankungen werden den körperlich eingeschränkten Pflegebedürftigen gleichgestellt", erklärt Reinhold Dirndorfer, Leiter der AOK-Pflegekasse. Statt drei Pflegestufen gibt es zukünftig fünf Pflegegrade. Es zählt nicht mehr der in Minuten gemessene Pflegebedarf für die Beurteilung der Pflegebedürftigkeit. Zukünftig ist entscheidend, wie stark der Pflegebedürftige in seiner Selbstständigkeit eingeschränkt ist. Wer bereits pflegebedürftig ist und Leistungen aus der Pflegeversicherung bezieht, wird automatisch in die neuen Pflegegrade übergeleitet. Es ist kein neuer Antrag notwendig, sofern sich der Pflegeaufwand nicht verändert hat. "Alle, die bereits Leistungen der Pflegekasse erhalten, bekommen diese weiterhin mindestens im gleichen Umfang. Bei den meisten Betroffenen führt die Überleitung in die neuen Pflegegrade zu höheren Leistungen. Für Pflegebedürftige in vollstationärer Pflege wird sich der Eigenanteil nicht erhöhen", so Dirndorfer. Mit der Neuregelung gingen keine Nachteile für Pflegebedürftige einher. Pädagoge Klaus Grübl, Referent der Berufsakademie Passau (BAP), wird Methoden aufzeigen, wie ein von Humor geprägter Umgang mit Pflegebedürftigen zu mehr Gelassenheit in schwierigen Alltagssituationen verhelfen kann. Um dem komplexen Qualifizierungsbedarf von Pflegenden umfassend gerecht zu werden, setzt die Berufsakademie auf Vernetzung mit wichtigen Akteuren im Pflege- und Gesundheitsbereich. Die Kooperation zwischen der AOK und der BAP möchte das Bildungsangebot für berufliche und im Familienkreis tätige Pflegepersonen spezifisch erweitern und die Kompetenzen einer Gesundheitskasse und einer Bildungseinrichtung bündeln. Die kostenlosen Veranstaltungen für Pflegekräfte, pflegende Angehörige, Pflegedienste und Menschen, die sich über die Leistungen der Pflegekasse informieren möchten, finden statt am Mittwoch, 9. November, und am Montag, 14. November, jeweils von 18 bis 20 Uhr in der AOK in Passau, Neuburger Straße 92. Die Informationen richten sich auch an Versicherte anderer Kassen. Rückfragen und Anmeldung bei der AOK unter 0851 5302 – 309. − red